Ein halbes Jahrhundert ist nun bereits vergangen, seit Firmengründer Andrä Idl in den Kellerräumlichkeiten seines Wohnhauses in der Gemeinde Nussdorf, heute Glocknerstraße 7, einen Schlossereibetrieb gegründet hat. Idl, später langjähriger engagierter und erfolgreicher Bürgermeister von Nussdorf-Debant, hatte in der Schlosserei Rohracher in Lienz sein Handwerk erlernt und nach den Kriegsjahren in Lienz und Kitzbühel berufliche Erfahrungen gesammelt.
In dem am 23. November 1956 eröffneten Unternehmen wurde bald ein erster Lehrling aufgenommen und wenig später begann auch der Neffe des Firmengründers seine Beschäftigung im Betrieb. 1957 entschloss man sich zum Ausbau des Wohnhauses, 1958/59 entstand östlich davon eine Werkstätte, die 1967 erweitert wurde. Die große Fertigungshalle des MetallbauUnternehmens, die heute als Hauptwerkstätte gilt, wurde ab Juni 1971 errichtet. Nach der Pensionierung des Firmengründers 1980 trat am 1.1.1980 sein Neffe Horst, der vorher adoptiert worden war, in die Fußstapfen Andrä Idls und führte, unterstützt von Gattin Hanny, in dessen Sinne das Unternehmen weiter. Im Juni 2002 übernahm schließlich mit Werner Idl die nächste Generation die Geschäftsführung des Familienbetriebes. Als Lehrling im Betrieb tätig ist inzwischen auch Enkel Manuel, Schwiegersohn Harald Zeber-Idl führt die Buchhaltung.
Heute liegen die Stärken der Firma Metallbau Idl im Besonderen in der Vielseitigkeit des Aufgabenspektrums. Die Produktpalette reicht von komplizierten Stahlkonstruktionen über Dreh- und Schiebetore bis hin zu Wintergärten und vielem anderen mehr. Umfasste der Mitarbeiterstand bei der Betriebsübernahme von Horst Idl - er wurde 2005 zum Kommerzialrat ernannt - noch 11 Beschäftigte, so finden heute bereits 37 Mitarbeiter, davon 11 Lehrlinge, einen ansprechenden Arbeitsplatz. Der Osttiroler Leitbetrieb im Metall- und Stahlbau spezialisierte sich in den vergangenen Jahren insbesondere auf die Fertigung von Aluminium- und Stahlkonstruktionen und auf den Bereich Nirobau. Seit etwa 10 Jahren wird auch Glas in die Konstruktionen fertig eingebaut und somit das gesamte Produkt aus einer Hand angeboten. Zahlreiche Bauten in Osttirol und außerhalb der Landesgrenzen sind der Beweis für die hohe Qualität aus Stahl. Ein neues Produkt wird seit heuer – in Zusammenarbeit mit einem anderen Osttiroler Betrieb, angeboten: Trichterschirme, die bereits als besondere Highlights im Schanigarten eines bekannten Cafes im Zentrum von Wien stehen. Das Besondere an den Trichterschirmen, die bei einem Gewicht von 2,4 Tonnen über eine Spannweite von 6 x 6,5 Metern verfügen, ist, dass über das Standrohr in der Mitte eine direkte Verbindung zum Abwasserkanal besteht, in den bei Regen das Wasser ablaufen kann. Für die Zukunft will man mit der bewährten Produktpalette und neuen innovativen Ideen weiterhin zur vollsten Zufriedenheit der Kunden tätig sein.
Das 50jährige Bestehen eines Unternehmens ist in Zeiten sich ständig wandelnder Rahmenbedingungen und wirtschaftlicher Veränderungen etwas Besonderes, ein Grund zur Freude. Und Anlass dazu, den Blick nicht nur auf die Gegenwart und aktuelle Pläne und Projekte, sondern auch zurück auf die Anfänge zu richten.
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